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Hi you, so, mal sehen, ob ich es heute tatsächlich schaffe, euch auf den allerneuesten Stand zu bringen. Mhm, vielleicht mit etwas weniger Details, aber gerade die sind ja immer am lustigsten/interessantesten finde ich. Zum Beispiel muss ich euch unbedingt von einem kleinen Detail, worüber wir uns halb totgelacht haben. Die meisten Freizeitveranstaltungen finden im Hub statt, einem Treffpunkt der Studis mit verschiedenen Räumen, Bars und Sälen. Wir waren schon öfter dort und haben uns schon länger gefragt, ob es denn einen Fahrstuhl gibt, um in die 1. Etage zu kommen. Nach einer Weile haben wir einfach nachgefragt und siehe da, es gibt natürlich einen in dem behindertengerechten Irland, wenn auch an einer etwas ungewöhnlicheren Stelle...nämlich in der Männertoilette....nicht unbedingt der Ort, wo du sie vermutest, oder? Ok, es ist noch eine Tür zwischen dem Fahrstuhl und der Toilette, aber an der Tür, die zu dem Miniflur mit Fahrstuhl und Toilette führt, ist nur das Schild für Männerklo. Auch die 2. Vorlesungswoche verging wie im Flug. Es gab wieder einige Abendveranstaltungen und vor allem gab es die „clubs and society“ Tage. An den Unis hier gibt es ganz viele Freizeitgruppen, die in clubs (Sportgruppen) und societies (alle anderen Aktivitäten) eingeteilt. Hier an der DCU gibts echt wahnsinnig viele Angebote, insgesamt über 100 an der Zahl. Am Anfang eines neuen Studienjahres präsentieren sie sich immer und werben Studenten an, dass man ihnen beitritt. Daraus machen sie eine richtig große Party, mit Ständen von jeder Gruppe, Werbegeschenken, Musik und Aufführungen. Es herrscht ein regelrechter Wettstreit um die meisten Mitglieder. Es gab echt viele gute Angebote und man könnte vielen Gruppen beitreten, aber ich habe mich für die Game-, und Music-Society entschieden. Aysel spielt Volleyball und tanzt und Anda möchte natürlich reiten, wer hätte es anders gedacht. Bei der Music-Society bin ich jetzt beim Chor dabei, bzw. Anda singt für mich als Stellvertreterin und ich bin einfach dabei höre zu und singe mit, soweit ich kann. Aber bei der ersten Probe, darauf bin ich ganz stolz, hat Anda gesagt, sie hat mich gehört, obwohl sie im Stufenraum eine Reihe unter mir saß :-). Aber vor der ersten Probe gab es erstmal noch das vorsingen, bei dem die Chorleiterin sich ein Bild von den Mitgliedern schaffen wollte. Anda war total aufgeregt, aber sie hats tatsächlich überlebt! Nachdem die Woche wie im Flug vergangen war, stand wieder ein Wochenendausflug auf dem Plan. Diesmal war es südlich von Dublin, ein kleiner Ort namens Greystone mit einem tollen Strand und schöner Natur. Wir haben den Strand genossen und die beiden haben mich sogar bis ganz vorne ans Meer getragen und Aysel hat mir einen Sitz gebaut (in anderen Worten sich mit mir auf dem Schoß in den Sand gesetzt). Und wie es sich natürlich gehört, wenn WIR einen Ausflug machen, es war wieder tolles Wetter... Als Erinnerung an diesen schönen Tag haben wir jetzt eine ganze Steinsammlung in unserem Gemeinschaftsraum. Abends in der Dart-Station (Dart ist der Zug, der hier in der Umgebung von Dublin am Meer entlang fährt) mussten wir erstmal 50 Min. auf den nächsten Dart warten, wir hatten gerade einen verpasst. Der Aufseher dort hat uns dann mit der Rampe zum Zug gebracht (beim Dart gibt es tragbare Rampen um mit dem Rollstuhl in den Dart reinzukommen) und als der Zug dann da war und die Hälfte der Leute schon eingestiegen war, meinte er auf einmal, „Bleibt hier, ich komm gleich wieder“ und rannte weg. Kurz darauf kam eine Durchsage von ihm, dass bitte alle die Züge tauschen sollen, sie fahren jetzt auf dem jeweils anderen Gleis. Ziemlich verdutzt und verwirrt standen wir dann da inmitten der durcheinanderrennenden Menschenmenge und wussten überhaupt nicht mehr, was los war. Als er wiederkam, erklärte er uns dann, dass unser Zug eigentlich der auf dem anderen Gleis gewesen wäre, es dorthin aber keinen Fahrstuhl gibt. Also hat er extra für mich die Züge getauscht!!!!! Aber warum er das nicht offiziell gemacht, bevor alle Leute eingestiegen waren, das haben wir uns schon gefragt....aber das ist Irland, nach Logik und Organisation darf man nicht fragen. Nach ca. einer Stunde Fahrt mussten wir in der Innenstadt in den Bus umsteigen. Nachdem der natürlich mal wieder Verspätung hatte, freuten wir uns dann umso mehr, als er kam. Aber man soll sich nie zu früh freuen, denn als wir einsteigen wollten, konnte der Busfahrer die Rampe nicht ausfahren...scheinbar defekt, was wir das erste mal hier erlebt haben. Also sollten wir auf den nächsten Bus warten und der kam auch gleich hinterher...Glück gehabt...oder auch nicht, denn auch dieser Busfahrer konnte die Rampe nicht ausfahren. Also hieß es wieder auf den nächsten Bus warten und der sollte in 15 min. kommen. Naja, auf Dublins Buspläne kann man sich absolut nicht verlassen, aber manchmal hat das auch sein gutes. Der nächste Bus kam nämlich schon 3 Min. später. Kaum zu glauben, auch diese Rampe wollte nicht ausfahren. Wir dachten, die wollen uns veräppeln. Aber der Busfahrer war schlau und hatte einen Trick auf Lager. Er hat der Rampe einen kräftigen Tritt verpasst und siehe da, sie funktionierte. Also kamen wir irgendwann gegen 11 doch noch im Appartement an. In der 3. Vorlesungswoche gab es dann ein Host-Family treffen. Das ist hier ein ganz neues Projekt, bei dem irischen Familien, die in der Nähe der Uni wohnen, an ausländische Studenten vermittelt werden, um sich mit ihnen zu treffen, etwas zu unternehmen, zu essen o. ä. Der Sinn ist, dass die Studis auch außerhalb des Studentenlebens etwas von dem Leben der Iren mitzubekommen. Mir wurde Trudy vermittelt, eine Dozentin der Uni hier, die Education (Bildung/Erziehung unterrichtet und 4 Kinder zwischen 11 – 18 hat. Sie scheint sehr nett zu sein, war auch schonmal in Deutschland und möchte uns ein paar lustge Geschichten davon erzählen !!??!! Freitag treffen wir sie das erste Mal richtig, bin schon gespannt. Hinterher war dann Chorprobe, von der ich ja schon etwas berichtet habe. Und Mittwoch gab es den ersten Spieleabend. Da waren vielleicht komische Typen, zumindest sahen sie so aus. Aber sie waren sehr nett und es hat Spaß gemacht mit ihnen zu spielen. Am Freitag ist mein Übersetzungskurs ausgefallen, aber es gab einen Ausflug mit einigen international students zum Croke Park Stadium. Das ist das 4.-größte Stadium in Europa und es ist berühmt für die Gälischen Sportarten (wie Gälisches Fußball, Hurling, etc.) Es wirklich ganz schön groß und beeindruckend, wenn man man darin steht, vor allem, wenn man noch nicht so oft in einem Stadium war, so wie ich. Wir haben an einer Führung teilgenommen, aber leider konnte man den Führer kaum verstehen. Aber stellt Euch vor, als wir urch den Spielertunnel gegangen sind, wurden uns sogar zugejubelt und applaudiert! ..... leider nur vom Band :-( Anschließend gab es noch ein Museum, für das aber nur noch ne halbe Stunde Zeit war. Samstag sind wir dann mal wieder in die City gefahren...mit keinem schönem Wetter, aber es war ok, der Regen war nur während der Busfahrt und danach nur noch 1-2 mal Nieselregen. Als erstes sind wir ins Dublin Castle gegangen, von dem immer alle reden. Von außen war es gar nich sowas tolles, aber von innen sah es schon toll aus...wie im Märchenschloss :-) Und das tolle war, es gibt nen Fahrstuhl, sodass ich sogar mit dem Rollstuhl reinkam, aber nur in eine Etage. Anschließend haben wir uns einige von den tausend Kirchen in Dublin und den mittelalterlichen Teil vo Dublin angeguckt. Abends wollten wir dann in einem Pub mit irischer Musik. Nachdem wir nach dem einen sehr lange gesucht haben, um dann festzustellen, dass er nicht rollstuhlgerecht ist, sind wir zu unserem 2. Anlaufstelle gegangen. Hier waren wir erfolgreicher, bis wir allerdings kapiert hatten, dass die irische Musik im Keller is (mit Fahrstuhl), war sie vorbei. Dafür sind wir dann noch bei der normalen Musik geblieben und haben mitgetanzt. Diese Woche ist nun schon die 4. Vorlesungswoche. Die Vorlesungen und Seminare sind immer noch und auch mit Joanna versteh ich mich gut, sowohl sprachlich, als auch menschlich. Auch wenn ich manchmal, in ganz eiligen Momenten, anfange mit ihr Deutsch zu reden *g* Sie hat eine interessante Lebensweise, aber dazu später mal mehr. Ich habe jetzt schon 3 Gruppenarbeiten mit Präsentationen vor mir, hab aber zum Glück noch etwas Zeit. Und Aufsätze gibt es auch einige. Montag war wieder Chorprobe. Die ist echt ganz schon anspruchsvoll, aber es ist toll, dabei zu sein. Gestern war ein Treffen der Christian Union, bei dem ich war und jetzt gehen wir gleich zum Spieleabend, deshalb muss ich jetzt auch aufhören. Aber ich hab es ja tatsächlich geschafft, Euch auf den aktuellen Stand zu bringen und herzlichen Glückwunsch dem, der es bis hierher durchgehalten hat, zu lesen. Bis bald, ganz liebe Grüße und ich umarme Euch alle, Eure Maike
22.10.08 18:21
 


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